17 Jahre Kampf um soziale Gerechtigkeit in Frankfurt (Oder) (3/10)

Der dringende Wunsch der Stadt Frankfurt (Oder), mit allen Mitteln aus der Verantwortung für die Miete der Bewohner zu gehen, zieht sich endlos, wie ein roter Faden, durch die Vereinsgeschichte. Wäre es doch der einzig mögliche Weg gewesen, mit halblegalen Mitteln, den Verein finanziell zu ruinieren, da gleichzeitig die an die Stadt zu zahlenden Kosten stiegen.


1996 drängte man uns dann, als neue Lösung dazu, Untermietsver- hältnisse mit jedem Hausbewohner abzu- schließen. Einen anwalt- lich geprüften konnten wir uns nicht leisten und nahmen aus dem Internet einen, der uns am ehesten entsprach und veränderten ihn unwesendlich.

Am 21.03.1996 reichte ich ein Muster der zukünftig von uns verwendeten Untermietsverträge an das Sozialamt der Stadt Frankfurt (Oder), mit der Bitte zu prüfen, ob von Seiten der Stadt bedenken auftreten könnten. Mir ging es also darum, mit dem Sozialamt, von dem die Forderung nach den Verträgen kam, zu einer einvernehmlichen Vertragsgestaltung zu kommen. Ein Schreiben der stellvertretenden Leiterin des Amtes für Jugend und Soziales, Frau W. vom 15.04.1996, bestätigt mein Begehren. (1)

Bis zum Neueinzug in unserer völlig rekonstruiertes Haus Anfang 2002 war relative Ruhe um den Mietvertrag. Die Kosten für das Haus waren über die Jahre wesentlich höher, als die Mietzahlungen durch das Sozialamt der Stadt Frankfurt (Oder).
Bis dahin war das nicht ein so gravierendes Problem, da ca. die Hälfte der Bewohner Arbeitslosengeld bekamen, die Zweckbetriebe Geld einbrachten und manchmal Fördermittel des Landes Brandenburg für Arbeitsprojekte zur Verfügung standen.

Die Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Arbeitsamt war zu dem Zeitpunkt ausgesprochen gut, bis es eines Tages im Zusammenhang mit der, für uns größten Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, zu nicht notwendigen Auseinandersetzungen kam. Offensichtlich lag ein Interesse vor, die zu dem Zeitpunkt immer knapper werdenden ABM-Stellen einem anderen Träger zur Verfügung zu stellen.
Dazu kam, dass damals die Klientel bedeutend gesünder war.

 

 

 

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