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17 Jahre Kampf um soziale Gerechtigkeit in Frankfurt (Oder) (1/10)

Die Geschichte des Vereins “IMAGO 91″ e. V. ist ein nicht enden wollender Kampf gegen einen Teil der Veranwortungsträger der Stadt Frankfurt (Oder). Allen voran dem heutigen Oberbügermeister Martin Patzelt (CDU).
Bevor sich niemand von den Lebenden mehr an die wirkliche Geschichte des Vereins IMAGO 91 erinnern kann, werde ich sie hier in loser Folge aufschreiben. Sie ist auch wichtig für die, die nach mir den Verein leiten werden.

Zunächst werde ich über die Hintergründe und den geschicht- lichen Ablauf der Auseinandersetzungen mit der Stadt, um die Miete für die Bewohner unseres Hauses in Frankfurt (Oder), Dorfstr. 29, berichten.

Die Geschichte, der nunmehr 18 Jahre, ist sehr lang und einige Vertreter der Stadt Frankfurt (Oder) sind inzwischen so weit, dass sie auch mit Unwahrheiten argumentieren. Es ist auch kaum noch jemand im Amt, der wirklich um die Zusammenhänge weiß, was es der Stadt Frankfurt (Oder) enorm erleichtert. (lesen)

Humor ist, wenn man trotz allem noch lachen kann


17 Jahre Kampf um soziale Gerechtigkeit in Frankfurt (Oder) (2/10)
Den nächsten großen Angriff gab es im Zusammenhang mit der Kürzung von Planstellen in der Suchtberatungsstelle der Stadt Frankfurt (Oder). Man hätte gern gesehen, dass der Verein konzeptionell vom Selbsthilfegedanken abgeht und Therapeuten im Projekt zugelassen werden, was bis heute auch satzungsmäßig ausgeschlossen ist.

Der tiefere Sinn dafür liegt darin, dass das Projekt für ein Klientel geschaffen
wurde, dass bereits alle Therapieformen durchlaufen hatte und für das sich
niemand mehr zuständig fühlte. Außerdem hätten dann
Einweisungen bzw. Begutachtungen durch den Amtsarzt, mit anschließender
Festlegung der Aufenthaltsdauer im Haus dazugeführt werden müssen. Danach würden
sie wieder in ihr altes Milieu zurückgehen, was keinen interessiert hätte. So
kann jeder Betroffene für sich selbst entscheiden, wie lange er im Wohnprojekt
des Vereins IMAGO 91 leben will. (lesen)


17 Jahre Kampf um soziale Gerechtigkeit in Frankfurt (Oder) (3/10)
Der dringende Wunsch der Stadt Frankfurt (Oder), mit allen Mitteln aus der Verantwortung für die Miete der Bewohner zu gehen, zieht sich endlos, wie ein roter Faden, durch die Vereinsgeschichte. Wäre es doch der einzig mögliche Weg gewesen, mit halblegalen Mitteln, den Verein finanziell zu ruinieren, da gleichzeitig die an die Stadt zu zahlenden Kosten stiegen.

1996 drängte man uns dann, als neue Lösung dazu, Untermietsverhältnisse mit
jedem Hausbewohner abzuschließen. Einen anwaltlich geprüften konnten wir uns
nicht leisten und nahmen aus dem Internet einen, der uns am ehesten entsprach
und veränderten ihn unwesendlich.

Am 21.03.1996 reichte ich ein Muster der zukünftig von uns verwendeten Untermietsverträge an das Sozialamt der Stadt Frankfurt (Oder), mit der Bitte zu prüfen, ob von Seiten der Stadt bedenken auftreten könnten. Mir ging es also darum, mit dem Sozialamt, von dem die Forderung nach den Verträgen kam, zu einer einvernehmlichen Vertragsgestaltung zu kommen. Ein Schreiben der stellvertretenden Amtsleiterin Frau W. vom 15.04.1996 bestätigt mein Begehren. (lesen)


17 Jahre Kampf um soziale Gerechtigkeit in Frankfurt (Oder) (4/10)
Von Anfang an, war das Haus
des Vereins IMAGO91 e.V. eine Solidargemeinschaft, worüber auch niemand von den Personen, die zu uns kamen im Zweifel gelassen wurde und zwar vorher. Das sich, nachdem wir geholfen hatten, die Interessen einiger Einzelner von denen der Gemeinschaft unterschieden (Saufen, Gewalt, Diebstahl, sexuelle Belästigungen) und es zu unhaltbaren Aussagen beim Sozialamt kam, wussten wir viele Jahre nicht.
Interessant ist dabei nur, dass von Seiten des Amtes für Jugend und Soziales
kein Bedarf bestand, auch nur eines der Probleme auf seine Richtigkeit zu prüfen
und uns schon gar nicht zur Klärung hinzuzuziehen.(lesen)

17 Jahre Kampf um soziale Gerechtigkeit in Frankfurt (Oder) (5/10)
“Prüfung des Verdachtes der ordnungswidrigen Mietpreisüberhöhung nach § 5Wirtschaftsstrafgesetz (WiStG) bei Mietverhältnissen des Vereins „IMAGO 91 e.V”. im Rahmen des Projektes „Betreutes Wohnen Weißes Haus“ in Hohenwalde.“ (lesen)

17 Jahre Kampf um soziale Gerechtigkeit in Frankfurt (Oder) (6/10)
Den Verantwortlichen der Stadt Frankfurt (Oder) ging es von Anfang an nicht darum, gemeinsam mit uns, ein anstehendes Problem zu lösen, sondern Gründe der Vernichtung des Vereins zu finden, obwohl unser Hilfsangebot in Frankfurt (Oder) dringend gebraucht wird und die Stadt sich bei allen Gelegenheiten auch gern mit dem sozialen Angebot unseres Vereins schmückt. (lesen)

17 Jahre Kampf um soziale Gerechtigkeit in Frankfurt (Oder) (7/10)
Währen der Bauzeit kam es in unserem Haus zu einem Zusammentreffen unseres Sozialamtsleiters mit einem anderen. Wörtlich sagte dieser, als er von den Leistungen, die das Frankfurter Sozialamt für jeden Hilfebedürftigen übernommen hatte, erfuhr: „Amtsbruder schämst Du Dich nicht?“ (lesen)

17 Jahre Kampf um soziale Gerechtigkeit in Frankfurt (Oder) (8/10)
Der nächste große Versuch und anders kann man die Vorgänge wohl nicht beurteilen, erfolgte im Zusammenhang mit den vom Land Brandenburg für die Haussanierung bereit gestellten ca. 550.000 DM. In Anwesenheit seiner Stellvertreterin, der Frankfurter Amtsärztin, verlangte der damalige Sozialdezernent und heutige Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt (Oder), Martin Patzelt, von mir, dass dem Verein ein Beirat, dessen Mitglieder er bestimmt übergeordnet wir, andernfalls erstellt er nicht, das vom Land, in dem Zusammenhang, erwünschte Schreiben. (lesen)

17 Jahre Kampf um soziale Gerechtigkeit in Frankfurt (Oder) (9/10)
Seit dem Wiedereinzug, nach der Rekonstruktion des Hauses in der Dorfstrasse 29, befinden wir uns in einer nicht enden wollenden Auseinandersetzung mit der Stadt Frankfurt (Oder), die nicht bereit ist, die tatsächlichen Kosten für Unterkunft und Heizung der Bewohner, zu übernehmen, obwohl die Rechtslage nach Hartz IV eindeutig ist und die tatsächlichen Kosten durch Originalrechnungen für die Betriebskosten belegt sind.

Über ein Jahr nach dem Neubezug unseres Hauses, musste erst ein Gericht
entscheiden, dass den, in unserem Haus lebenden Sozialhilfeempfängern, Miete zu
zahlen ist. Bis dahin verweigerte das Sozialamt der Stadt Frankfurt (Oder)
jegliche Mietzahlungen an Bewohner unseres Hauses.

2003 wurde dann, rechnerisch nicht nachvollziehbar, vom Sozialamt die Summe
von 117,75 Euro für Unterkunft und Heizung festgelegt. Eine Summe, die schon zum
damaligen Zeitpunkt viel zu niedrig war und es heute, nach den jahrelangen
Kostensteigerungen, erst recht ist. (lesen)


17 Jahre Kampf um soziale Gerechtigkeit in Frankfurt (Oder) (10/10)
Eine der Bedingungen, unter denen uns das Haus übereignet wurde war, dass ich selbst hier lebe, weil abzusehen war, dass die Ordnung und Sicherheit in solchem Projekt, ohne Personal, nicht zu gewährleisten ist.
Um dieses runtergekommene Haus übernehmen zu können, musste ich meine, gerade erst neu eingerichtete Wohnung in Frankfurt (Oder) aufgeben und zog mit meiner damaligen Lebensgefährtin und Stellvertreterin in ein kleines Zimmer unter dem Dach. Meinen damals 12-jährigen Sohn, musste ich als allein erziehender Vater, in den, bis dahin als Wäschekammer genutzten Raum im Haus, unterbringen. (lesen)

 

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