Landwirtschaftlicher Schwerlastverkehr zerstört Straßen in Frankfurt (Oder), OT-Hohenwalde (1/2)

Bürgerinitiative Hohenwalde/Junkerfeld

„Landwirtschaftlicher Schwerlastverkehr zerstört die Straßen“

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit diesem Schreiben informieren wir Sie offiziell, über eine, in unserem Ortsteil gegründete, Bürgerinitiative gegen den landwirtschaftlichen Schwerlastverkehr, der nachweislich und nachhaltig, insbesondere den westlichen Teil der Dorf- und die Teichstraße, zwischen den Ortsteilen Hohenwalde und Lichtenberg, zerstört.

Wir verweisen dabei auf zahlreiche, in der Vergangenheit stattgefundene Gespräche, zwischen den Bürgern des Dorfes, dem Ortsbeirat und auch zwischen diesen und der Agrargesellschaft Lichtenberg.

Insbesondere verweisen wir auf die Ortsbegehung (Teilnehmer Frau Cyriax und Herrn Stephan vom Straßenverkehrsamt) im Juni letzten Jahres und das dazu gefertigte, uns vorliegende Protokoll.

Zuletzt wurde das Thema in der Ortsbeiratssitzung gemeinsam mit Ihnen am 14. Mai 2009 erörtert. Die von Ihnen gemachten Äußerungen waren zwar offen und ehrlich, wofür wir Ihnen danken möchten, konnten jedoch ebenso wenig zu einer Lösung beitragen, wie die zuvor genannten, zahlreichen, Besprechungen und Treffen.

Aus diesem Grund starten wir diese Bürgerinitiative und stellen dazu fest bzw. machen folgende Forderungen auf:

1. Die Dorfstraße besteht, in ihrer jetzigen Form und Bauweise, seit vielen Jahren. Reparaturen wurden lediglich nach Winterschäden, sporadisch, veranlasst. Ein Neubau bzw. eine Rekonstruktion erfolgte jedoch in den letzten Jahren nicht, da der damalige Verkehr das auch nicht erforderlich machte.

Das im westlichen Teil der Dorfstraße aufgestellte Straßenschild „12 t“ steht schon viele Jahre. Auf jeden Fall stand es schon vor der Errichtung der Milchvieh- und Biogasanlage, durch die Agrargesellschaft Lichtenberg.

Nach Errichtung dieser Anlage, werden die Dorf- und Teichstraße jedoch durch derartig große/breite und schwere landwirtschaftliche Fahrzeuge genutzt, die zunehmend den Straßenzustand verschlechtern und eine Generalreparatur, in absehbarer Zeit, erforderlich machen wird.

Wir bezweifeln, dass die genannten Straßen für den jetzigen landwirtschaftlichen Schwerlastverkehr (nachfolgend LSV genannte) geeignet sind und fordern Sie daher auf, eine diesbezügliche Überprüfung zu veranlassen und uns das Ergebnis mitzuteilen.

2. Teilen Sie uns auch mit, wie im Rahmen des Genehmigungsverfahrens zur Errichtung der Milchvieh- und Biogasanlage berücksichtigt wurde, dass der LSV durch eine Anliegerstraße (Dorfstraße) führen wird/muss, für die, die Anlieger zu einer Kostenbeteiligung bei Reparaturmaßnahmen verpflichtet werden können, die durch ein, nicht an den Kosten beteiligtes Unternehmen, verursacht werden.

3. Bitte weisen Sie uns nach, dass bei der Genehmigung der Milchvieh- und Biogasanlage durch die Stadt Frankfurt (Oder) geprüft wurde, ob die vorhandenen Straßen für den LSV hinsichtlich der Last der Fahrzeuge und ihrer Breite, sowie der Frequentierung ausreichend sind bzw. welche Maßnahmen ergriffen wurden, um die Straßen für eine solche Nutzung eignungsfähig zu machen.

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